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Internationaler Tag der Menschenrechte: Jugendtheater für Menschenrechte in Belarus
10. Dezember 2009: Eine theatrale Begegnung von Schülern der Marie Curie Schule mit der Todesstrafe in Weißrussland
Das von Schülerinnen und Schülern entwickelte Theaterstück „ANGEKLAGT IN WEISSRUSSLAND“ wird am Internationalen Tag der Menschenrechte in der Marie Curie Schule KGS Ronnenberg aufgeführt.
Internationaler Tag der Menschenrechte: Am 10. Dezember 1948 verkündete die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte.
ANGEKLAGT IN WEISSRUSSLAND
Marie Curie Schule KGS Ronnenberg
Am Sportpark 1, 30952 Ronnenberg - Empelde
Beginn 11.40 Uhr
Begrüßung
Dr. Frank Hellberg, Marie Curie Schule KGS Ronnenberg
Internationaler Tag der Menschenrechte
Alexander Ehrlich, Amnesty International Hannover
Jugendtheater für Menschenrechte
Schüler/innen der Marie Curie Schule KGS Ronnenberg
Menschenrechte im System Lukaschenko
Karin Baumert, Amnesty International Berlin
Einsatz für Menschenrechte – Interview, Infos, Diskussion
Karin Baumert, Alexander Ehrlich, Astrid Stuchlik, Juliane Liedkte, Henning von Hoerner, Martina Rüthnick, Amnesty International
Ende 13.10 Uhr
Theaterpädagogische Leitung Kerstin Brocher-Schulz & Barbara Kuschefski Musikalische Leitung Peter Francesco Marino Menschenrechtskonzept Alexander Ehrlich & Karin Baumert - Amnesty International Filmaufnahme Klaus Tomczak Moderation Martina Rüthnick - Proterra Project Cooperation e.V.
Mit Methoden des Improvisationstheaters nach Augusto Boal haben Schülerinnen und Schüler der Marie Curie Schule KGS Ronnenberg Menschenbilder entworfen, die willkürliche Repression und Menschenrechtsverletzungen verkörpern. Musik und Klänge kommentieren die Bilder der Unterdrückten. Die Menschenrechtsexpertin Karin Baumert berichtet über die Menschenrechtslage im System Lukaschenko und gibt ein Interview zum Thema „Einsatz für Menschenrechte – Auf dich kommt es an“.
Menschenrechte in Belarus
Belarus ist das einzige Land in Europa, das noch die Todesstrafe anwendet. Die Anwendung der Todesstrafe in Belarus ist verbunden mit einem nicht funktionierenden Justizsystem. Folter und Misshandlungen werden genutzt, um Geständnisse zu erlangen und verurteilte Häftlinge haben keinen Zugang zu effektiven Berufungsmechnismen. Damit steigt das Risiko, dass unschuldige Menschen hingerichtet werden. Amnesty International beklagt im Belarus-Länderbericht das rigorose Vorgehen der Regierung gegen die Zivilgesellschaft. Die Rechte auf freie Meinungsäußerung sowie auf Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit wurden missachtet. Oppositionelle, die in friedlicher Weise ihre Ansichten äußerten, erhielten lange Haftstrafen. Andere engagierte Bürger wurden auf Grundlage des Verwaltungsgesetzbuchs für geringfügige Vergehen schikaniert, verfolgt, zu Geldbußen verurteilt oder kurzzeitig inhaftiert. Menschenrechtsorganisationen und Oppositionsgruppen sahen sich mit erheblichen Schwierigkeiten konfrontiert, wenn sie sich registrieren lassen wollten. Menschenrechtsverteidiger wurden verfolgt, weil sie im Namen nicht registrierter Organisationen handelten (Amnesty International Report 2008).
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