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Internationaler Tag der Menschenrechte: Jugendtheater für Menschenrechte in Belarus


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Von Ruethnick - Erstellt am7. December 2009 - 17:39Druckversion

10. Dezember 2009: Eine theatrale Begegnung von Schülern der Marie Curie Schule mit der Todesstrafe in Weißrussland

Das von Schülerinnen und Schülern entwickelte Theaterstück „ANGEKLAGT IN WEISSRUSSLAND“ wird am Internationalen Tag der Menschenrechte in der Marie Curie Schule KGS Ronnenberg aufgeführt.

Internationaler Tag der Menschenrechte: Am 10. Dezember 1948 verkündete die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte.

ANGEKLAGT IN WEISSRUSSLAND

Marie Curie Schule KGS Ronnenberg

Am Sportpark 1, 30952 Ronnenberg - Empelde

Beginn 11.40 Uhr

Begrüßung

Dr. Frank Hellberg, Marie Curie Schule KGS Ronnenberg

Internationaler Tag der Menschenrechte

Alexander Ehrlich, Amnesty International Hannover

Jugendtheater für Menschenrechte

Schüler/innen der Marie Curie Schule KGS Ronnenberg

Menschenrechte im System Lukaschenko

Karin Baumert, Amnesty International Berlin

Einsatz für Menschenrechte – Interview, Infos, Diskussion

Karin Baumert, Alexander Ehrlich, Astrid Stuchlik, Juliane Liedkte, Henning von Hoerner, Martina Rüthnick, Amnesty International

Ende 13.10 Uhr

Theaterpädagogische Leitung Kerstin Brocher-Schulz & Barbara Kuschefski Musikalische Leitung Peter Francesco Marino Menschenrechtskonzept Alexander Ehrlich & Karin Baumert - Amnesty International Filmaufnahme Klaus Tomczak Moderation Martina Rüthnick - Proterra Project Cooperation e.V.

Mit Methoden des Improvisationstheaters nach Augusto Boal haben Schülerinnen und Schüler der Marie Curie Schule KGS Ronnenberg Menschenbilder entworfen, die willkürliche Repression und Menschenrechtsverletzungen verkörpern. Musik und Klänge kommentieren die Bilder der Unterdrückten. Die Menschenrechtsexpertin Karin Baumert berichtet über die Menschenrechtslage im System Lukaschenko und gibt ein Interview zum Thema „Einsatz für Menschenrechte – Auf dich kommt es an“.

Menschenrechte in Belarus

Belarus ist das einzige Land in Europa, das noch die Todesstrafe anwendet. Die Anwendung der Todesstrafe in Belarus ist verbunden mit einem nicht funktionierenden Justizsystem. Folter und Misshandlungen werden genutzt, um Geständnisse zu erlangen und verurteilte Häftlinge haben keinen Zugang zu effektiven Berufungsmechnismen. Damit steigt das Risiko, dass unschuldige Menschen hingerichtet werden. Amnesty International beklagt im Belarus-Länderbericht das rigorose Vorgehen der Regierung gegen die Zivilgesellschaft. Die Rechte auf freie Meinungsäußerung sowie auf Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit wurden missachtet. Oppositionelle, die in friedlicher Weise ihre Ansichten äußerten, erhielten lange Haftstrafen. Andere engagierte Bürger wurden auf Grundlage des Verwaltungsgesetzbuchs für geringfügige Vergehen schikaniert, verfolgt, zu Geldbußen verurteilt oder kurzzeitig inhaftiert. Menschenrechtsorganisationen und Oppositionsgruppen sahen sich mit erheblichen Schwierigkeiten konfrontiert, wenn sie sich registrieren lassen wollten. Menschenrechtsverteidiger wurden verfolgt, weil sie im Namen nicht registrierter Organisationen handelten (Amnesty International Report 2008).