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ANGEKLAGT IN WEISSRUSSLAND


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Von Ruethnick - Erstellt am17. December 2009 - 17:31Druckversion

RONNENBERG / Marie Curie Schule / 10.12.2009

Internationaler Tag der Menschenrechte: Gemeinschaftsprojekt von PROTERRA, der Marie Curie Schule und Amnesty International Hannover zeigt Theaterstück zu Menschenrechten in Weißrussland.

Belarus_3_small_0.jpgDas von Schülerinnen und Schülern des 12. Jahrgangs im Schulfach Darstellendes Spiel entwickelte Theaterstück „ANGEKLAGT IN WEISSRUSSLAND“ wurde am Internationalen Tag der Menschenrechte in der Aula der Marie Curie Schule KGS Ronnenberg aufgeführt.

Fotos: Alex Unicutt

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Mit Methoden des Improvisationstheaters nach Augusto Boal haben Schülerinnen und Schüler der Marie Curie Schule KGS Ronnenberg in den letzten drei Monaten unter theaterpädagogischer Anleitung ihrer Lehrerinnen Kerstin Brocher-Schulz und Barbara Kuschefski Menschenbilder entworfen, die willkürliche Repression und Menschenrechtsverletzungen verkörpern. Musik und Klänge, erzeugt mit einfachen Mitteln auf Trommeln und mit Kieselsteinen, haben die jugendlichen Schauspieler zusammen mit dem Komponisten Peter Francesco Marino dafür in einem Workshop entwickelt.

Am 10. Dezember 1948 verabschiedete die UNO-Generalversammlung mit der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ den ersten weltweit geltenden Menschenrechtskatalog.

Dr. Frank Hellberg, Schulleiter der Marie Curie Schule, erinnerte die Schülerinnen und Schüler der Marie Curie Schule in einem Grußwort an die historische Bedeutung und den noch heute gültigen Wert des ersten Artikels der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ für ihr eigenes Leben in der Gesellschaft und im Schulalltag – Artikel 1 der AEMR „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.“

Alexander Ehrlich von Amnesty International Hannover appellierte am Internationalen Tag der Menschenrechte für ein Ende der Todesstrafe in Belarus (Weißrussland). Die Menschenrechtsexpertin Karin Baumert (Amnesty International Berlin, Koordinationsgruppe Weißrussland/ Ukraine/ Moldawien) berichtete in einem Vortrag über die aktuelle Menschenrechtslage in Weißrussland. Während eines Interviews informierten sich die etwa 250 jungendlichen Gäste bei den aktiven Mitgliedern von Amnesty International Hannover über die verschiedenen Möglichkeiten, sich in der Region Hannover und in der Schule für die Menschenrechte weltweit einzusetzen. Im Anschluss an das Theaterstück konnten die Schülerinnen und Schüler des 12. und 13. Jahrgangs Fragen zu ihren wichtigsten Menschenrechten stellen. Lukas D. (18): „Mein liebstes Menschenrecht - das ist das Recht auf Freiheit“.

HINTERGRUND

Der hannoversche Verein PROTERRA hat in Kooperation mit Amnesty International Hannover und der Marie Curie Schule KGS Ronnenberg das Projekt „Jugendtheater für Menschenrechte in Europa und Afrika“ im August 2009 ins Leben gerufen. In dem einjährigen Projekt sollen anhand von ausgewählten Länderbeispielen die Menschenrechtsverletzungen im Norden und im Süden der Welt exemplarisch von Jugendlichen dargestellt werden.

Das Projekt “Jugendtheater für Menschenrechte in Europa und Afrika” wird gefördert durch die Niedersächsische Bingostiftung für Umwelt und Entwicklung und den Evangelischen Entwicklungsdienst (EED)

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