Sie befinden sich hierBlogs / Ruethnick's blog / Township Melodie: Schulaufführung für Südafrika

Township Melodie: Schulaufführung für Südafrika


Ruethnick's Bild

Von Ruethnick - Erstellt am16. April 2010 - 10:18Druckversion

Jugendtheater & Amnesty-Infos & Diskussion

Donnerstag 27. Mai 2010, 11:40 + 19:30 Uhr

Ort: Marie Curie Schule KGS Ronnenberg, Am Sportpark 1, 30952 Ronnenberg (OT Empelde) - Eintritt: frei

Township-Melodie_27-05-2010_0.jpg Township Melodie
Abenteuer Afrika? Fünf Monate untertauchen im südafrikanischen Township. Bei ihrer virtuellen Reise durch Südafrika und Namibia sind die SchülerInnen der Marie Curie Schule auf unglaubliche Dinge gestoßen. Mit provokanten musikalischen und theatralen Mitteln haben sie Menschenrechtsverletzungen in Szene gesetzt und ziehen den Zuschauer mit in die Township-Realität.

Veranstalter: Proterra Project cooperation e.V. in Kooperation mit Amnesty International Hannover und der Marie Curie Schule KGS Ronnenberg

Veranstaltungsprogramm

Beginn: 11.40 Uhr / 19:30 Uhr

Begrüßung

AMNESTY INTERNATIONAL - EINE GROSSE IDEE FEIERT GEBURTSTAG Martina Rüthnick

TOWNSHIP MELODIE - JUGENDTHEATER FÜR MENSCHENRECHTE Schüler/innen der Marie Curie Schule KGS Ronnenberg

EIN KICK FÜR AFRIKA – INFOS & DISKUSSION

Keine Rechte zweiter Klasse - Was haben wir hier mit WSK-Rechten zu tun? Wolf Huy, Henning von Hoerner, Astrid Stuchlik, Martina Rüthnick - Amnesty International Hannover

Ende: 13.10 Uhr / 21:00 Uhr

Eine theatrale Begegnung von Schülern der Marie Curie Schule mit der Township-Realität im südlichen Afrika

Theaterpädagogische Leitung: Kerstin Brocher-Schulz

Musikalische Leitung: Jürgen Schlüter

Menschenrechtskonzept: Amnesty International Hannover - Gruppe 1475

Filmaufnahme: Klaus Tomczak, Medienzentrum der Region Hannover

Moderation: Martina Rüthnick - Proterra Project Cooperation e.V.

Kooperationsprojekt: Jugendtheater für Menschenrechte in Europa und Afrika

Menschenrechte im südlichen Afrika

Bis zu ihrer Unabhängigkeit waren Namibia und Südafrika durch das Teilungssystem der Apartheid geprägt. Städtebaulich stehen dafür die „schwarzen“ Townships Katutura (Windhoek) in Namibia sowie Khayelitsha (Kapstadt) und Soveto (Johannesburg) in Südafrika.

Namibia ist das Land mit den größten Einkommensunterschieden auf der Welt. Frauen und Mädchen sind in Südafrika und Namibia in hohem Maße von sexueller Gewalt betroffen. Die HIV/AIDS-Raten gehören im südlichen Afrika zu den höchsten der Welt. Systembedingte Hemmnisse in den Bereichen Vorbeugung, Behandlung und Pflege führen dazu, dass insbesondere HIV-Infizierte keinen ausreichenden Zugang zu Medikamenten haben. Frauen haben kaum Möglichkeiten, eine Behandlung konsequent durchzuführen. Die Gründe dafür sind große Entfernungen und hohe Fahrtkosten, Personalknappheit im Gesundheitswesen, mangelnde tägliche Versorgung mit Nahrungsmitteln sowie die soziale und wirtschaftliche Ungleichheit (Amnesty International Report 2008).

Heute leben nach Schätzungen mehr als eine Milliarde Menschen in rund 200.000 Slums weltweit. Auch im südlichen Afrika gibt es Slums. Hier nennt man sie Shanty Towns. Betrachtet man Armut als die schwerste Menschenrechtskrise weltweit, dann sind Slums ihr sichtbarster Ausdruck. Da Slums als illegale Siedlungen gelten, werden sie oft von den staatlichen Behörden vernachlässigt. Menschen in Slums leben gefährlich. Der Staat fühlt sich in der Regel nicht zuständig, die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten. Slumbewohner werden somit eher Opfer von Gewalt als Bewohner anderer Stadtteile. Und: viele Slumbewohner müssen täglich damit rechnen, vertrieben zu werden. (Amnesty International, Wohnen. In Würde, 2008)

In dem selbst konzipierten Theaterstück „Township Melodie“ werden deshalb insbesondere die Hintergründe und Zusammenhänge der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechte beleuchtet. Verletzungen dieser WSK-Rechte sind oft unmittelbar mit der Verletzung der bürgerlichen und politischen Menschenrechte verbunden.

Jugendtheater für Menschenrechte in Afrika

Mit Methoden des Improvisationstheaters nach Augusto Boal haben Schülerinnen und Schüler der Marie Curie Schule KGS Ronnenberg Menschenbilder entworfen, die Repression und Menschenrechtsverletzungen verkörpern. Musik und Klänge kommentieren die Bilder der Unterdrückten.

Amnesty-Aktive aus Hannover berichten über die aktuelle Kampagne „Mit Menschenrechten gegen Armut“, informieren über WSK-Rechte und stellen Bezüge zur Menschenrechtslage weltweit und in Deutschland her.

Am 28. Mai 2010 feiert Amnesty International seinen 49. Geburtstag. Mit dem aktuellen Thema „WOHNEN. IN WÜRDE“ stellt Amnesty die Menschenrechtsverletzungen an Slumbewohnern in den Mittelpunkt. Wer Armut beenden will, muss mit dem Schutz der Menschenrechte beginnen.

Proterra Project Cooperation e.V., Koordination: Martina Rüthnick

Marie Curie Schule KGS Ronnenberg www.kgs-ronnenberg.de, Kontakt: Kerstin Brocher-Schulz

Amnesty International Hannover www.ai-hannover.de, Kontakt: Gruppe 1475@ai-hannover.de

Titelbild: Kinder im Township Katutura (Namibia) , PROTERRA e.V. 2004

Projektförderung: Niedersächsische Bingostiftung & Evangelischer Entwicklungsdienst (eed) Logo Umweltstiftung Niedersachsen_0.png Logo EED_farbe_0.jpg

DateianhangGröße
Theaterprogramm_Südafrika-Namibia_27-Mai.pdf143.8 KB