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BIG (Basic Income Grant) - ein Pilotprojekt in Namibia zum bedigungslosen Grundeinkommen

Seit dem 1.1.2008 erhält jeder registrierte Bürger des Ortes Otjivero (rund 100 Kilometer östlich von Windhoek) monatlich 100 Namib-Dollar, umgerechnet ungefähr 8 Euro - einfach so!
Die namibische Steuerkommission überlegte 2002 zum ersten Mal die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommen für jeden namibischen Bürger um die großen Ungleichheit innerhalb der Bevölkerung auszugleichen und die Armut im Lande zu senken. Ein bedingungsloses Grundeinkommen ist eine garantierte monatliche Zahlung eines festen Betrages für jeden Bürger, die an absolut keine Bedingung geknüpft ist. Lange Diskussionen und Berechnungen unter anderem durch den Internationalen Währungsfond brachten die Regierung zunächst wieder davon ab das Grundeinkommen einzuführen.
Die evangelische-lutherische Kirche in der Republik Namibia (ELCRN) beschloss auf ihrer Synode 2003 diese Idee weiter zu verfolgen und gründet mit anderen NGO´s im April 2005 die BIG-Koalition. Diese Koalition möchte mit dem gerade laufenden Pilotprojekt die Regierung von der Machbarkeit, der Notwendigkeit und mit Hilfe der (hoffentlich) positiven Auswirkungen davon überzeugen, das Grundeinkommen in ganz Namibia einzuführen.
Seit dem 1.1.2008 erhält jeder registrierte Bürger des Ortes Otjivero (rund 100 Kilometer östlich von Windhoek) monatlich 100 Namib-Dollar, umgerechnet ungefähr 8 Euro - einfach so! Dies sind genau 930 Menschen. Rentner, die bereits eine staatliche Grundversorgung erhalten, bleiben außen vor. So bekommen diese Menschen nun einmal im Monat ihre 100 Dollar. Handelt es sich beispielsweise um eine Familie mit drei Kindern, erhalten die Eltern 500 Dollar. Die Auszahlung erfolgt über die Eingabe des Fingerabdrucks, welcher von jedem Bewohner am Registrierungstages im Sommer 2007 gespeichert wurde. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von von Herrn und Frau Haarmann die bei der ELCRN angestellt sind und als Soziologen und Theologen das Projekt begleiten.
Warum ist es so nötig?
Namibia hat eines der höchsten Pro-Kopf-Einkommen Afrikas allerdings ist dieses einkommen auch am ungerechtesten verteilt. Es gibt sehr viele sehr reiche und eben noch mehr sehr arme Bewohner. „Hunger macht ökonomisch keinen Sinn. Nur wer nicht hungert, wird wirtschaftlich aktiv und kann sich selbst aus der Armut befreien“, sagt Dirk Haarmann. Den Menschen wird ihre Würde und Freiheit zurück gegeben, die sie solange nicht hatten.
Erste Zwischenbilanz
Im September erschien nun der erste Zwischenbericht mit einigen viel versprechenden Ergebnissen. So ist die Zahl der magelernährten Kinder von 42 auf 17 Prozent gesunken. Die Anzahl der Haushalte die das Schulgeld für ihre Kinder bezahlen hat sich verdoppelt uvm.
Wen die Ergebnisse und das ganze Projekt genauer interessiert, schaue doch einfach mal hier vorbei www.bignam.org
Auch in Deutschland wird heiß und ernsthaft zu diesem Thema diskutiert. Wer mehr dazu wissen will kann sich ganz gut auf der folgenden Seite informieren: www.grundeinkommen.de
| Dateianhang | Größe |
|---|---|
| 2008Menschrechtstag.pdf | 46.95 KB |
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