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„DEMOKRATISCHE ERNEUERUNG AN BEISPIELEN AUS GRIECHENLAND, DEUTSCHLAND, ÄGYPTEN, IRAN, ALGERIEN, ISRAEL UND PALÄSTINA“


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Von Windolph - Erstellt am23. August 2011 - 16:52Druckversion

KLAUS WINDOLPH: EINLADUNG ZUR IDEENWERKSTATT am 21.8. 2011 | 11 Uhr Stiftung Leben & Umwelt | Heinrich Böll Stiftung Niedersachsen Warmbüchenstraße 17 | 30159 Hannover

Warum? Hintergrund Arabischer Frühling und der wachsende Wunsch nach einem Palästinensischen Staat, Stuttgart 21 und die größten deutschen Anti-AKW Demos seit Entstehen der Bewegung, Proteste auf dem Syntagma Platz und Generalstreiks in Griechenland. So unterschiedlich die Gründe für die Demonstrationen sind, liegt diesen auch eine Gemeinsamkeit zu Grunde: Sie sind Ausdruck tiefer Unzufriedenheit und dem Wunsch diese kraftvoll zum Ausdruck zu bringen! Nicht selten nach Jahren des Hinnehmens und Akzeptierens stehen Menschen verschiedenster Teile ihrer Gesellschaft auf und erheben in einem zutiefst demokratischen Prozess öffentlich und öffentlichkeitswirksam ihre Stimmen: - gegen das politische System bzw. dessen Elite: autoritäre Regierungen in Ägypten und Tunesien, Korruption und Verschwendung in Griechenland, Hinterzimmerpolitik für Bauunternehmer und AKW-Betreiber. - gegen die politische Kultur: Politik von oben herab und ohne Beteiligung der Bevölkerung, eine polemische und Vorurteile bedienende Politik wie „Die Griechen“, „Die Muslime“, oft einseitige mediale Berichterstattung bis hin zur Meinungsmache. - gegen politische Themen bzw. Entscheidungen: Stuttgart 21, die AKW-Laufzeitverlängerung, Griechenland arm sparen statt erneuern, um- und aufzubauen.

So gilt es im Anschluss an diese ersten Feststellungen – der Kritik auf der einen Seite und dem demokratisch-zivilgesellschaftlichen Potential auf der anderen – die Frage, wie diese positiv umzudrehen sind und welche Alternativen sich eröffnen. Unserer Meinung nach bedarf es vor allem an Visionen und Wegen, diese Alternativen umzusetzen: - für die Zukunft der EU - für die Zukunft der arabischen Staaten - für die Zukunft des Nahost-Konfliktes - für die Vernetzung der beiden benachbarten Regionen Europa und Nahost.

Die Antworten fallen sehr viel schwerer und bedürfen eines Prozesses der Auseinandersetzung, des Nachdenken, der Diskussion, des Austausches, der persönlichen Entwicklung. Gerade jetzt bietet sich ein Zeitfenster, in dem mehr denn je auf die Bevölkerung gehört wird, weil sich diese Gehört verschaffen hat, und nun kreativ und verantwortungsvoll mitgestalten kann und muss.

Was? Inhalt und Themen des Seminars Ein Seminar 2012 unter dem Arbeitstitel „Demokratische Erneuerung an Beispielen aus Griechenland, Deutschland, Ägypten, Iran, Israel und Palästina“ soll einen Beitrag dazu leisten.

Im Geiste des Weltsozialforums und des Slogans “Eine andere Welt ist möglich” wollen wir uns der Antwort auf die Frage widmen “Wie ist eine andere Welt möglich?” Wir sehen Idealismus, Visionen, „Gutmenschentum“ nicht als Gegensatz zu Pragmatismus und Effizienz, sondern als sich ergänzende Komponenten eines Prozesses. Neben der gesellschaftlichen-politischen Ebene wird es um die individuellen Kompetenzen und Möglichkeiten gehen. Wichtig ist uns im Angesicht unserer globalisierten Welt diesen Prozess über die Grenzen des eigenen Landes hinaus im internationalen Austausch zu gestalten.

  • Politisches System/ Elite: Elemente direkter Demokratie, Bürgerbeteiligung in der EU, Beziehung zwischen Religion – Gesellschaft – Staat (z.B. für Ägypten, Iran)
  • Politische Kultur: Gewaltfreie Kommunikation (GfK), Internationaler Austausch, Denken über den Nationalstaat hinaus (z.B. im Gegensatz zum derzeitigen Rückfall in nationalstaatliche Politik seitens Deutschlands), auch über die Grenzen der EU bspw. ggü. den arabischen Nachbarn (wie in der Flüchtlings-/ Migrationspolitik)
  • Themen/ Entscheidungen: Spezielle nationale Beispiele und überstaatliche/ gesellschaftliche Gemeinsamkeiten

Wie? Methoden, Ansätze, Schulung individuelle Kompetenzen Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung zu den genannten Themen sollen unsere Kompetenzen für „gesellschaftliche und demokratische“ Prozesse geschult werden, denn diese beeinflussen maßgeblich den konkreten Lerneffekt und das über das Seminar hinaus. Beispiele sind: - [Aktives Zuhören] nach [Carl Rogers] - [Gewaltfreie Kommunikation] nach [Marshall B. Rosenberg] - [Multiple Intelligenzen] nach [Howard Gardner] - [Kreativitätstechniken] wie 6 Denkhüte nach [Edward de Bono], Reizwort-Analyse, [Kopf-Stand/ Umkehrtechnik] Zusammenstellung von [Dr. Claudia Robben] - [Creative Problem Solving] - Interkulturelle und Interreligiöse Kompetenz

Organisatorisches - Arbeitsform: Seminar mit praktischen Workshops, Aktionen, ggf. öffentlicher Diskussion - Zielgruppe: Menschen mit jungen, frischen Ideen und jene, die Lust haben, solche zu entwickeln, aus Deutschland, Griechenland, Israel, Palästina, Ägypten, Iran - Wann, Wo, Dauer: 2012 zwischen Juni und August, voraussichtlich Hannover, 5-6 tägiges Seminar

Mitmachen, Fragen, Anregungen, Hilfe u.ä.: KlausWindolph@t-online.de